Die beiden ostdeutschen Kohlereviere trifft der Strukturwandel in doppelter Weise – Vergangenheit und Zukunft konkurrieren um Deutungshoheit. Während der Strukturbruch von 1990 in den gegenwärtigen Aushandlungen mitverhandelt wird, verlangen Energiewende und der industrielle Umbau den Blick nach vorn.
Wie viel „Wende“ steckt in der heutigen (Energie-)Transformation in Ostdeutschland wirklich und was bedeutet das für die zukünftige Gestaltung der Reviere?
Darüber diskutieren Juliane Stückrad (Autorin und Volkskundlerin) und Raj Kollmorgen (Soziologe, FH Zittau/Görlitz) im Rahmen des Silbersalz-Festivals 2026.
Die Veranstaltung bildet den Auftakt des Wissenschaftsmarktes Strukturwandel, kuratiert von Science2public.
Wer diskutiert mit einander?
Dr. Juliane Stückrad ist Autorin sowie Volkskundlerin und Ethnologin. Von ihr erschien das Sachbuch „Die Unmutigen, die Mutigen. Feldforschung in der Mitte Deutschlands“ (2022). Sie ist bei der Volkskundlichen Beratungs- und Dokumentationstelle für Thüringen tätig. Seit 2019 sitzt Juliane Stückrad für die SPD im Eisenacher Stadtrat.
Prof. Dr. Raj Kollmorgen ist Soziologe und Professor für Management sozialen Wandels an der Hochschule Zittau/Görlitz. Er forscht zu postsozialistischen Transformationen, zu Sozialstruktur und Ungleichheit sowie zur Entwicklung Ostdeutschlands, innovativer Regionalentwicklung und Strukturwandel im ländlichen Raum. Seit 2025 leitet er das Forschungsinstitut TRAWOS (Transformation, Wohnen und soziale Raumentwicklung) der Hochschule.