10 bis 20 Halden dokumentiert die Abraumhalden des ehemaligen Kupferschieferbergbaus im Mansfelder Land. Daraus entfaltet sich eine filmische, assoziative Recherche, die Landschaft, Geschichte, Mythos und Identität miteinander verknüpft. Ausgangspunkt sind die Erzählungen, die sich mit dem Boden befassen: mittelalterliche Ursprungssagen, literarische Bezüge und zeitgeschichtliche Parallelen zu anderen Bergbauregionen. Zwischen dokumentarischer Beobachtung und experimentellen Strategien eröffnet die Arbeit Fragen nach Eigentum, Gemeinschaft und Zugehörigkeit. Die Halden erscheinen nicht nur als geologische Restkörper, sondern als kulturelle Landmarken, an denen sich Boden, Erinnerung und Ressourcenkonflikte überlagern. Damit wird die ostdeutsche Bergbauregion zum Reflexionsraum und Projektionsfläche über unser Verhältnis zu Landschaft und die fortdauernde Verflechtung von Vergangenheit, Gegenwart und globalen Krisen.
Die Ausstellung war vom 13.–23.11.2025 in der Großen Ulrichstraße 13 in Halle (Saale) zu sehen.
Im Anschluss ist 10 bis 20 Halden zusammen mit der Arbeit Solid Waves von Florian Fischer und Johannes Krell in einer gemeinsamen Ausstellung vom 19.–30.11.2025 im Center Wimmelburg (Schulstaße 1a, Wimmelburg) zu sehen.